In my sweetest Dreams...

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Einleitung

Das Telefon klingelte wie verrückt, doch ich hatte nicht wirklich Lust abzunehmen und ließ es fröhlich weiter vor sich hin klingeln. Nach einigen Momenten verstummte der schreckliche Ton des Telefons, ENDLICH. „Nun kannst du endlich schlafen“, dachte ich mir und schloss müde die Augen. Kurze Zeit später, war ich schon im Land der Träume und hatte einen merkwürdigen Traum.

Ich sah mich in einer riesigen Halle stehen, die vollgerammelt war mit Menschen. Alle waren schwarz gekleidet und hatten pink und silber glitzernde Asseccoires um den Hals, an den Handgelenken, an der Kleidung und auch in den Haaren hängen. Ich stutzte und mein Blick folgte der Menge bis zum Ende der Halle, wo eine riesige Bühne aufgebaut war. Es stand niemand darauf, doch eine Art Logo wurde mit Licht und Lasern an die Wand geworfen. Um es besser zu erkennen, trat ich einen Schritt nach vorn, worauf plötzlich sechs junge Männer, die sehr interessant gekleidet waren, die Bühne betraten. Es war mir klar, dass dies die Band des Abends war, da alle anfingen rumzuschreien, in einer Lautstärke eines startenden Düsenjets. Die Jungs machten sich bereit und fingen auch schon an zu spielen. Der blonde Flummi, der da oben ohne Instrument rumsprang schien der Sänger der Band zu sein und ich konnte mir ein grinsen nicht verkneifen, als ich ihm dabei zusah wie er die kreischende Menge, mit seiner Gestik um den Verstand brachte. Schließlich bewegte er seinen Hintern, der mir doch schon ziemlich gut gefiel (*rofl*) zum Mikro, holte noch einmal kräftig Luft und fing an zu singen. Wie gelähmt stand ich ganz hinten und war von seiner Stimme sehr angetan. „Ich muss weiter vor. SOFORT!“, dachte ich und setzte dies auch gleich in die Tat um. Ich quetschte und schlängelte mich, mit gesenktem Kopf, damit keine Hand meinem Gesicht Gesellschaft leisten konnte, an den jubelnden Menschen vorbei. Plötzlich ging es nicht weiter, da eine Absperrung meinen Weg blockierte. „War ich schon vorn?“, dachte ich. Ich sah auf und traute meinen Augen kaum, als ein gutaussehender Kerl mit einer pinken Gitarre direkt vor mir auf der Bühne saß und neben sich hatte er den blonden Flummi sitzen. Ich starrte die beiden total fassungslos an. „Meine Güte, was für Prachtstücke von Kerlen. Wieso kenn ich diese verdammte Band nicht? Die spielen gut, auch wenn ich die Melodie nirgends einordnen konnte und auch wenn ich den Namen immernoch nicht kannte. Aber meine Fresse, sind die geil!“, dachte ich. Wie ausgesprochen und als hätten die beiden das gehört, grinsten sie mich an. Sie holten Luft um etwas zu sagen, oder um zu singen? Ich weiß es nicht, denn als sie den Mund aufmachten, hörte ich das schreckliche Geklingel meines Telefons.

Ich wurde aus meinem Traum förmlich heraus gerissen und fand mich wenige Sekunden später auf meinem Fußboden wieder. Voller Hoffnung, dass die zwei schnuckeligen Typen aus meinem Traum am Telefon sein könnten stürmte ich drauf los. Doch Moment, wo ist das Ding eigentlich??? Verzweifelt suchte ich danach, in der Hoffnung, dass es nicht aufhört zu klingeln. Kurze Momente später fand ich es uns nahm ab. „Ja, sprich oder sing ist mir egal, nur lass mich deine Stimme nochmal hören!“, polterte ich los. „Ähm, bin ich da richtig bei Peggy??? Muss ich jetzt wirklich singen???“, fragte mich eine mir bekannte Stimme. Ich erkannte sie sofort und musste laut loslachen: „Ja, ich bin dran Funda und du musst nicht singen, bitte nicht. Tut mir leid, ich bin noch ganz weg von meinem Traum.“ „Muss ja etwas interessantes gewesen sein. Erzähl doch mal, du hast sicher von mir geträumt, oder?“, machte sie sich lustig und ich konnte ihr fettes Grinsen schon richtig vor mir sehen. „Nein, hab ich nicht. Aber erzähl du mir mal lieber weshalb du mich aus dem Traumland reißt!?!“ „Ja eigentlich wollte ich dir sagen, bzw. dich fragen ob du im Februar mit auf ein Konzert möchtest von HIM und The Rasmus und einer Band namens Negative.“, berichtete sie mir fröhlich. „Negative? Die kenn ich ja gar nicht. Naja ich komm trotzdem sehr gern mit. Denkste ich verpass freiwillig den Ville, wenn der schonmal in Deutschland ist?“, quakte ich. Und so besprachen wir noch einige Förmlichkeiten und legten schließlich auf. Ich setzte mich auf die Bettkante, legte behutsam das Telefon auf den Tisch und blickte auf ein Ville Valo Poster in meinem Zimmer. Plötzlich sprang ich auf und wuselte quer durch mein Zimmer. Ich quiekte fröhlich herum, und Kissen, Kuscheltiere und andere tolle Sachen flogen in die Lüfte. „Ich werd den Ville sehen. LIVE! Zu Geil.“, schrie ich das halbe Haus zusammen.

Kapitel 1

Der 14.02.! Endlich ist es so weit. Ich hab sooo lange auf diesen Tag gewartet. Das HIM-Tour Konzert ist nah. Nur noch lange sechs Stunden vor dem Eingang der AWD hall warten und dann könnte ich sie endlich sehen: HIM, The Rasmus und Negative. Negative kannte ich bis heute nicht. Ich hatte nichts von ihnen gehört und auch noch nichts von ihnen gesehen, was ich nicht als sonderlich tragisch empfand, da ich sie ja gleich sehen und hören würde. Nun saßen wir da und warteten darauf, dass die Zeit schnell vergeht und die Show endlich los geht.

Funda und Sarah waren für einige Zeit um den Block gegangen um sich die Füße zu vertreten, was im Moment noch ganz gut möglich war, da noch nicht so viele Fans den Eingang blockierten. Wir anderen saßen wie gehabt vor dem Eingang und quakten lustige Sachen vor uns her. Plötzlich sah Nilgün fassungslos an mir vorbei zur Straße. Ich fragte sie was los sei, da ich mit dem Rücken zur Straße saß und nicht sah, wer an uns total gelassen vorbei ging. „Antti... Snack... Ich fass es nicht... Die laufen hier einfach rum???“, stockte sie geschockt. Als die beiden grade um die Ecke gingen, folgte ich Nilgün´s entsetzten Blick, doch es war zu spät, ich hatte sie verpasst. Plötzlich sprangen Nilgün und Sabine wie von der Tarantel gestochen auf und liefen ihnen hinterher, wie Wahnsinnige die unbedingt Autogramme haben wollten, um jeden Preis. Nun saß ich da, allein und musste uns den Platz warm halten. Ich konnte nicht einfach weg, obwohl ich irgendwie wollte. Ich beschloss allerdings auf diesem kleinen Fleckchen Erde auszuharren und zu hoffen, dass sich so eine Gelegenheit nocheinmal bietet.

Ich fragte mich wo Sarah und Funda blieben und ob sie die beiden Band Member auch getroffen haben. Dieser Gedanke, dass ich hier allein sitze und meine Freunde die Band Member, hautnah begutachten könnten, verdarb mir vollkommen die Laune. Total eingeschnappt, leicht frustriert und voll enttäuscht saß ich nun da auf dem Boden, meine Arme um meine Knie geschlungen und den Kopf tief gesenkt. Ich war von mir selber erstaunt, dass ich so reagierte, da ich die Band nichtmal kannte und schon gar nicht die beiden die hier gerade vorbei gingen. Mir war grade mal der Name bekannt: „Negative“. Ich wusste weder wie die alle aussehen, noch was sie für Musik machten. Mit meinem Blick starrte ich tiefe, schwarze Löcher in die Luft, doch auf einmal bemerkte ich, dass sich die gesamte Aufmerksamkeit der anderen Fans in nur eine Richtung wendete, in die Richtung des VIP-Einganges. Ich war so damit beschäftigt nicht zu heulen, weil ich dermaßen genervt war, dass ich gar nicht bemerkte, dass es einen riesigen Grund gibt, weshalb alle plötzlich so aufgebracht waren. Es war mir in diesem Moment aber auch relativ scheiß egal. Ich hörte jemanden nach mir rufen und mir fiel plötzlich auf, dass es verdächtig still geworden war. Ich erkannte diese Stimme nicht, doch irgendwo und irgendwann hatte ich sie schon einmal gehört, doch ich sah nicht auf, da ich davon ausging, dass da sicher nur eine Verwechslung vorliegt. Wenig später bemerkte ich allerdings, dass es keine Verwechslung sein konnte, da ich eine Hand auf meiner Schulter spürte und eine sehr behutsame Stimme wieder meinen Namen sagte.

Kapitel 2

Mir lief es irgendwie kalt den Rücken runter, da ich die Stimme immernoch nicht erkannte, aber ich mir sehr sicher war, dass ich sie schonmal gehört habe. Ich gab mir einen Ruck und drehte mich herum, um einfach heraus zufinden wer da was von mir will und wem diese Stimme gehörte. Ich dachte ich sei im falschen Film als ich die Person ansah, denn es war niemand anders als der blonde Flummi aus meinem Traum und hinter ihm standen dieser Antti und Larry. Ich sah ihn so verdattert und mit riesigen, glasigen Glubschaugen an, dass er anfing übers ganze Gesicht zu grinsen. „Ich muss ja echt herrlich geguckt haben, so wie der grade gegrinst hat.“, dachte ich mir noch, als der Flummi mich fragte: „Du bist also das Mädchen, dass für die anderen vier Weiber den Bimbo spielen muss?“. Ich sah verdutzt an ihm vorbei und erblickte meine vier Mädels, wie sie fett grinsend weiter hinten standen. „Anscheinend haben die zwei Spaziergänger auch den Weg zur Band gefunden. Sie mussten ihm wohl von mir erzählt haben, dass ich hier hocke und auf unsere Sachen aufpasse. Hatte er jetzt Mitleid mit mir oder wieso ist er hier??? Naja, dafür kommen sie ja jetzt zu mir gelatscht und muss nicht darum kämpfen ihm gegenüber zu stehen. Kann auch nicht jeder erzählen, dass der Sänger und zwei Anhängsel einer Band zu MIR gekommen sind. Aber mal davon abgesehen... Ich fass es einfach nicht, dass einer der beiden Prachtkerle aus meinem Traum gerade vor mir steht. Träum ich vielleicht noch?“, dachte ich und biss mir mal eben auf die Unterlippe um dies heraus zufinden. Innerlich schrie ich auf, als ich merkte, dass der Schmerz meiner Unterlippe nun ziemlich real war, verzog etwas das Gesicht, verschwendete aber keine weiteren Gedanken daran. Ich war in diesem Moment damit beschäftigt dem Flummi in seine wunderschönen blauen Augen zu sehen und versuchte so cool wie möglich etwas aus mir raus zu prügeln: „Ja, ähm... Das bin dann wohl ich! Peggy, hi! Und du bist...?“ Als ich dies sagte wurde ich leicht rot und senkte meinen Blick etwas, da es mir etwas peinlich war, den Namen dieses Sängers nicht zu kennen. Anscheinend gefiel ihm meine Trübseeligkeit so gar nicht, packte mich am Arm und hob mich auf die Beine „Ich bin Jonne, der Sänger von Negative!“ So halb an ihn geklammert, um nicht umzufallen, sah ich dass Nilgün einen Blick in meine Richtung warf, der mich am liebsten erschlagen sollte, doch das machte mir nichts aus, grinste sie frech an und streckte ihr die Zunge raus.

Kapitel 3

Ich wendete meinen Blick wieder zu Jonne, der mich kurzerhand und sehr spontan fragte ob ich nicht Lust hätte das Konzert von hinter der Bühne zu sehen, kurz gesagt mit VIP zu kommen. „Das hat der jetzt nicht gesagt???“, dachte ich und glubschte ihn wieder mal überrascht an. Ich sah in die Richtung meiner Freundinnen und verzog ein wenig das Gesicht. „Ohne sie? Naja, sie haben mich auch hier sitzen gelassen. Aber... Nein das kann ich nicht.“, dachte ich weiter. Jonne sah schon, wo mein Problem lag, ihm nicht kreischend um den Hals zu springen. Er sah zu seinen Bandkollegen und dann die vier Mädels an, woraufhin er mich nur mit seinen phantastischen blauen Augen ansah: „Die kannst du selbstverständlich mitnehmen! Wir brauchen doch jemanden mit dem man sich nett unterhalten kann.“ Das hatte ich nicht so wirklich verstanden und sah ihn sehr verwirrt an. Aber nicht nur ich blickte ihn so verwirrend an, sondern auch meine vier Weiber. „Ja, ich versichere dir, wenn unser Mädchenschwarm Sir Christus dich sieht, wird er nur deine volle Aufmerksamkeit wollen. Und die wird er auch kriegen, er ist hartnäckig wenn es um Mädchen geht. Und da du anscheinend nicht so ein Groupie bist, das ein Kind von ihm will, wird er dich gleich ins Herz schließen, denn er hasst aufdringliche Fans!“ Er hatte dies nicht einmal richtig ausgesprochen, da fingen meine Ladys schon an zu kichern und ich prustete los. Nachdem wir uns wieder eingekriegt haben, stellte ich ahnungsloses Etwas, breit grinsend wieder eine meiner dämlichen Fragen: „Und wer ist Christus? Ah... Warte lass mich raten! Er ist sicherlich kein Heiliger. Er gehört zu echt? Zu Negative?“ „Christus, ist unser Gitarrist, neben einem zweiten Gitarristen Larry Love. Und dann gibts da noch Jay, unseren Drummer.“, er zeigte auf Antti und sprach weiter, „Der Rotschopf, das ist Antti unser Bassist. Und schließlich Snack unser Keyboarder.“, mit diesen Worten zeigte er schließlich auf Snack. Anscheinend musste ich noch viel lernen über diese Band, aber das könnte ja dieser Christus mir alles noch erzählen, wenn er mich tatsächlich in Beschlag nimmt, wie Jonne sagt. Ich beließ es ersteinmal dabei, ließ mich überraschen, was auf mich zukam und ging mit den Negative Members und meinen vier Anhängseln zum VIP-Eingang.

Kapitel 4

Es gab keinerlei Schwierigkeiten, abzuklären ob es okay wäre, dass plötzlich Fans im VIP-Bereich herumliefen. Wir bekamen also jede von uns VIP-Cards und durften hinter der Bühne fast tun und lassen wonach uns lustig war. Wir blieben jedoch anständig und dackelten nur Jonne, Antti und Snack hinterher, die uns kurzerhand in den recht großen Catering Bereich führten, der ziemlich dunkel Gestaltet war. Das gefiel mir, ich fand´s gemütlich. Ein paar Jungs von HIM und The Rasmus schienen das auch zu mögen, denn sie saßen, scheinbar gutgelaunt auf gemütlichen Sofa´s, unterhielten sich, alberten herum und tranken „etwas“ Bier. Außer Christus war der Rest von Negative auch da, saßen jedoch an Tischen und aßen etwas. Ich wusste nicht warum, aber aus irgend einem Grund war ich traurig, ihn noch nicht kennen lernen zu können, diesen Sir Christus. Plötzlich quälte mich eine Frage und ich konnte es mir nicht verkneifen sie zu stellen. Da ich nicht auffallen wollte, was ich bzw. wir fünf Mädels ja dennoch taten, ob wir wollten oder nicht, schon allein durch unsere bloße Anwesenheit im VIP-Bereich, stellte ich sie direkt an Jonne gerichtet: „Sag mal, besitzt von eurem krassen Haufen jemand eine pinke Gitarre???“ „Hey, du weißt von ´ner pinken Gitarre aber nicht von der Band allgemein??? Sehr verdächtig...“, feixte Jonne. Um mich zu verteidigen, polterte ich drauf los: „Hey die hab ich nur in meinem...“, plötzlich schaltete sich mein Kopf auch mal dazu und fand, dass ich jetzt nicht von meinem Traum erzählen sollte, den ich damals hatte bevor ich von diesem Konzert erfuhr. „Nicht so wichtig. Aber sag mal, wer hat die denn jetzt?“, fügte ich mit knallrotem Kopf hinzu. „Die pinke Gitarre gehört Jukka, besser gesagt Sir Christus. Jukka ist sein richtiger Name.“, sagte Jonne und grinste mich dabei an wie ein Honigkuchenpferd. Mit einem knappen „Achso.“, beendete ich die Ausfragerei und strahlte die anderen Bands mit leuchtenden Augen an. Der Ville hatte es mir besonders angetan und als ich auf ihn zugehen wollte, um mich ihm vorzustellen, klammerte sich Funda plötzlich wie von der Tarantel gestochen an mich und quiekte mir nur ein Wort ins Ohr: „Aki, Aki, Aki...!“ Natürlich war das nicht zu überhören und Lauri lachte laut los, während die anderen vergnügt grinsten und Aki verlegen in die Luft starrte. Schließlich gingen wir hinüber zu den Jungs, setzten uns und fingen eine nette Unterhaltung mit ihnen an. Wir quatschen miteinander und alberten herum, als wären wir alle die dicksten Freunde und würden uns schon eine halbe Ewigkeit kennen, was alle irgendwie sehr überraschte.

Kapitel 5

Lauri musste natürlich nachhacken und den Groupie in uns rauskitzeln. Okay bei Funda war das nicht mehr nötig, er wusste schon für wen sie schwärmte, jedoch begann er jede einzelne von uns zu fragen. Sabine musste zugeben, dass ihr Liebling schon einer anderen Band angehörte COB. Sarah meinte, sie fände Jonne ganz süß, worauf Nilgün nur mit einem gehässigem zischen reagierte und Ville kommentierte das natürlich: „Oh, Jonne ich glaube die Kleine steht auf dich. Ein anderes Girl braucht nur deinen Namen sagen und sie Zischt herum. Pass auf sonst beißt sie dich womöglich noch.“ Den Kommentar beendete er fast lachend und Nilgün frech wie sie war streckte Ville nur die Zunge heraus „Na und? Biste eifersüchtig? Jonne ist eben zum knutschen süß!“ Kaum hatte sie dies ausgesprochen, wollte sie im Boden versinken. Wir vier Mädels sahen sie ungläubig mit aufgerissenen Augen an. Hatte sie das wirklich gesagt? Und als würde sie unsere Gedanken lesen können fügte sie leise hinzu: „Habe ich das wirklich grade gesagt? Ähm... Also...“ „Ja Nilgün wir wissen das du Jonne geil findest.“, kam es wie herbeigerufen im Chor aus Fundas und meinem Mund. Wir sahen uns an und fingen plötzlich alle an zu lachen, auch Nilgün die mit knallrotem Kopf und eingeschüchtert neben Jonne saß. „Lass dich nicht ärgern Kleines. Ich find dein zischen eigentlich richtig süß!“, fügte Jonne mit einem lieben grinsen und einem Zwinkern hinzu, nahm Nilgün in den Arm und knuffte sie. Ich grinste in ihre Richtung, weil ich fand, dass sie so süß zusammen aussahen.

Kapitel 6

Insgeheim fragte ich mich, ob Sir Christus der zweite schnuckelige Junge aus meinem Traum war. Irgendwie hatte er es mir angetan und fand ihn jetzt schon ziemlich interessant, obwohl ich ihn noch nie zuvor gesehen habe. Natürlich war Ville mein Liebling von allen in diesem Moment, aber in meinen Gedanken bekam er bereits große Konkurrenz. Ich hoffte, dass mich die Jungs vergaßen und mich nicht danach fragten wer ja mein Favorite-Boy war. Doch leider wurde nichts aus meiner so ersehnten Hoffnung, denn Jonne, der mir anscheinend eins auswischen wollte weil ich Niligün so „bloßgestellt“ habe, wollte nun wissen wer mein Traumkerl ist. Doch als ich Luft holte um ihm zu antworten, kam mir Antti dazwischen und meinte richtig cool: „Ja, sie sieht aus als würde sie auf mich stehen. Auf richtige Kerle wie mich.“ Kaum ausgesprochen viel mir die Kinnlade herunter und war so perplex, dass ich nicht wusste was ich sagen sollte. Ich wollte ihm gerade mit einem perfekten Spruch kontern, als sich plötzlich Lauri zu Wort meldete: „Nein, also ich denk sie steht eher auf mich. So einen richtigen Gentleman wie ich es bin kann man einfach nicht von der Bettkante stoßen.“ Langsam wurde ich rot und wollte mich in Luft auflösen und als ich gerade wieder etwas sagen wollte sprang die Tür auf. Ich sah erschrocken und leicht eingeschüchtert zur Tür und erblickte ihn. Kein Zweifel. Er musste es sein. Meine Augen fingen an zu leuchten, denn der zweite junge Mann aus meinem Traum stand in der Tür und meine Ausstrahlung veränderte sich plötzlich von einem kleinen Sternchen zur hell strahlenden Sonne. Natürlich fiel das auf und wie kein Zweiter musste Ville auch noch seinen Kommentar dazu abgeben: „Also Jungs, ich glaube unser kleiner Shining Star steht weder auf Milchbubies,“ dabei sah er Lauri an, wendete seinen Blick an Antti und sprach weiter, “noch auf Matchos. Ich glaube die Lady steht auf Kerle wie euren Kumpel da drüben.“ Mit diesen Worten sah er zu Christus, der uns alle verwirrt anblickte. Ich wollte sterben, so etwas peinliches konnte auch nur mir passieren.

Kapitel 7

Christus kam mit prüfendem Blick auf uns zu und begrüßte uns. Als er mich als aller letztes begrüßte sah er mir mit fraglichem Blick ins Gesicht und meinte plötzlich: „Wenn du der sogenannte Shining Star bist, dann frage ich mich weshalb die Sterne noch am Himmel stehen, denn deine Augen funkeln wie alle Sterne vereint. Schön dich kennen zu lernen, ich bin Christus. Du kannst mich aber auch Jukka nennen“ Und somit grinste er mich frech und doch zuckersüß an. Ich wusste nicht was hier geschah. Schon wieder sah ich voll perplex drein und konnte vor staunen kaum reden. Ich riss mich zusammen und stammelte nur ein: „Ähhh... Ja... ähm... Hi! Ich bin äh... Peggy.“ Meine Wortwahl war bei dieser Begrüßung noch karger als bei der von Jonne. Wieder fingen alle an zu lachen und ich kam mir langsam richtig blöd vor. Christus schien das richtig süß zu finden und quetschte sich mit aufs Sofa, zwischen mich und die Sofalehne. Ich versuchte ihm etwas Platz zu machen, doch mit fünf Leuten mehr war es schwer Platz zu machen, da wir alle auf nur drei Sofas zusammengepresst saßen. Plötzlich stand Christus auf und zog mich auf die Beine. Ich fragte mich was jetzt wohl kam und auf einmal setzte sich Christus frech grinsend auf meinen Platz neben Jonne. „Ey, das ist aber mein Platz...“, maulte ich ihn in Gedanken an. Ich schmollte Christus mit einem traurigen Dackelblick an, woraufhin er meine Hände nahm und mich an sich zog. Ich verlor regelrecht das Gleichgewicht fiel ihm in den Schoß. Mit knall rotem Kopf saß ich da nun auf dem Mann meiner Träume und brachte keinen Ton heraus. Es war einfach zu unvorstellbar, was hier gerade geschah. Aber irgendwie gefiel mir das und Funda, wie konnte es auch anders sein, musste einen blöden Spruch vom Stapel lassen: „Uh, da haben sich aber zwei gefunden. Wie die schon ran gehen.“ Ich wusste nicht was ich dazu sagen sollte, funkelte sie nur düster an, machte es mir jetzt erst recht bequem und kuschelte mich an Christus, der seine Hände um mich legte und mir daraufhin plötzlich einen Kuss auf die Wange gab. Immernoch gab ich keinen Ton von mir, sondern sah langsam ziemlich glücklich aus. „Hach ja... Was will man mehr???“, quiekte ich innerlich. Wie ein kleines Mädchen, die gerade einen Teddy geschenkt bekommen hatte grinste ich und fühlte mich so wohl, als wäre Christus ein Teil von mir. Und so quatschen wir alle noch einige Zeit, alberten herum und einige wenige waren damit beschäftigt etwas herum zu kuscheln.

Kapitel 8

Nun war es soweit. Ein Mitarbeiter der Crew kam herein und kündigte schon einmal an, dass Negative sich fertig machen sollten, da sie in ungefähr einer Stunde auftreten würden. Nilgün klammerte sich regelrecht an Jonne und wollte ihn gar nicht mehr loslassen. „Nein, es ist doch grade so gemütlich!“ Dies sagte sie, total eng an Jonne gekuschelt, der seinen Arm schon um sie gelegt hatte. Aber ich konnte sie verstehen, denn ich wollte Christus jetzt auch nicht gehen lassen und schlang meine Arme um ihn und drückte mich ganz doll an ihn. „Wir sehen uns doch hinterher wieder ihr Süßen.“, meinten Christus und Jonne fast gleichzeitig. Und genauso gleich wie sie dies sagten, jammerten Nilgün und ich herum: „Na gut, wenns sein muss.“ Und somit standen wir auf um unsere Sternchen gehen zu lassen. Wir setzten uns wieder und beschäftigten uns also mit den anderen Boys. Keine fünf Minuten später flog die Tür auf und Jonne und Christus kamen wieder hereingeschneit. Anscheinend hatten sie uns schon nach wenigen Minuten vermisst. Die zwei Jungs, nahmen Nilgün und mich an der Hand und schleppten uns aus dem Zimmer, wobei sie noch sagten, dass sie uns heil und vor dem ersten Song wieder her bringen würden. Niligün und ich schauten uns mit fragenden Blicken an und ich gab nur einen blöden Kommentar von mir: „Wo geht's denn hin? In die Besenkammer?“ Nilgün fing an zu lachen und Christus sagte nur sehr überzeugend: „Klar, was dachtest du denn?“ Ich fing an zu grinsen und fügte noch knapp hinzu: „Na denn.“ Mit dieser nicht zu verachtenden Vorstellung im Kopf und einem noch fetterem Grinsen im Gesicht betraten wir endlich einen anderen Raum. In diesem Raum zogen sich Negative für die Show um, und machten sich fertig. Christus zog mich mit in seine Ecke des Raumes und Jonne zog seine „neue kleine Freundin“ in seine Ecke, in der er seine Sachen hatte. Nilgün und ich kamen uns sehr verloren vor, da sich alle fertig machten und wir nicht stören wollten. Außerdem hatte vor allem ich das Gefühl im Weg herum zu stehen, da ich nur von einer Ecke in die nächste geschoben wurde. Christus bemerkte das natürlich und zog mich wieder zu sich hin. „Du bist so süß wenn du versuchst vorsichtig zu sein!“, sagte er und legte mir seine Hände auf meinen Hintern. Ich hörte Nilgün nur pfeifen und wie ich es mir versah hob mich Christus hoch und setzte mich auf den Tisch, auf dem er seine Sachen hatte. Er sah mich an, nahm mich in den Arm und als er näher kam schmiegte er seine Wange an meine. Ich schloss die Augen und schnüffelte nach seinem Duft, worauf schon wieder meine Gedanken mit mir sprachen: „Jetzt hat er mich doch in seinen Bann gezogen, wie Jonne gesagt hatte. Ich wünschte ich könnte ewig bei ihm bleiben. Ich wünschte er könnte mich niemals mehr gehen lassen.“ Ich beendete diesem Gedanken nur sehr mühsam, als Christus meine Lippen mit seinen versiegelte.

Kapitel 9

In diesem Augenblick hatte ich alles um mich herum vergessen. Es gab nur noch ihn und mich. Als er dann nach einem kurzem Augenblick, der mir vorkam wie eine halbe Ewigkeit wieder von mir abließ, flüsterte er mir etwas ins Ohr: „Du bist so süß. Du hast mir echt den Kopf verdreht. Ich bin verrückt nach dir.“ Nach diesen Worten strahlte ich ihn wie ein Honigkuchenpferd an: „So schlimm, obwohl du mich erst seit ein paar Stunden kennst?“, fragte ich. „Nein, eigentlich noch viel schlimmer. Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?“, kaum ausgesprochen und er gab mir einen kleinen Kuss auf die Nasenspitze, „Außerdem bist du doch auch verrückt nach mir, oder nicht?“ Ich lächelte ihn herzlich an und gab ihm einen langen intensiven Kuss. Ich genoss es seine Nähe zu spüren und glaubte zwar seinen Worten, aber nur mit Unbehagen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er es ernst mit mir meint. „Er kann doch jede haben und ausgerechnet in mich hat er sich verguckt? Das kann ich nicht glauben.“, plötzlich wurden meine Gedanken unterbrochen: „Ich will ja das neue Liebesglück nicht stören, aber Christus mach dich langsam mal fertig für unseren Auftritt.“, maulte Larry. „Ja, ja.“, maulte Christus zurück, sah mich erneut an und gab mir noch einen kleinen Kuss auf die Stirn, bevor er sich schließlich fertig machte.

Wir verbrachten jede freie und nutzbare Minute, die wir hatten gemeinsam. Jukka und ich waren schon so dermaßen unzertrennlich, dass wir uns sogar fast bis zur Toilette folgten. Ich konnte ihn da nicht raus gehen lassen, doch ich musste. Und so standen wir eine halbe Stunde später, kurz vor Negative´s Auftritt nahe der Bühne, zusammengekuschelt und warteten. Ich hatte mein Gesicht in seinem Oberteil vergraben und drückte ihn ganz doll an mich und wollte ihn nie wieder loslassen. Christus hatte seine Nase in meinen Haaren verbuddelt und inhalierte förmlich den Duft meines Shampoos. Es sah beinahe aus wie ein entgültiger Abschied zwischen uns beiden.

Schließlich war es so weit und ich musste meinen Süßen gehen lassen. Er griff nach seiner pinken Gitarre, hing sie sich über die Schulter und gab mir noch einen Kuss, bevor er mit den anderen Jungs auf die Bühne lief. Nilgün und ich blieben noch ein Weilchen hinter der Bühne stehen um sie und auch die riesige Menge an Fans zu bestaunen und zogen uns dann zurück. Auf dem Weg zum Catering unterhielten wir uns über mein neues Liebesglück und Nilgün erzählte mir, dass die Christus auch nicht ganz glauben schenken würde, wenn sie ich wäre. Wir beschlossen, den anderen Mädchen erst einmal nichts von Christus und mir zu erzählen, zumindest nicht, dass da mehr läuft als nur ne Kuschel-Freundschaft.

Kapitel 10

So setzen wir unseren Weg fort, gesellten uns dort angekommen wieder zu den anderen und warteten insgeheim nur darauf, dass Negative mit ihrer Show bald fertig sind. The Rasmus waren auch schon nicht mehr da, sie wollten sich auch schon so langsam fertig machen, also chillten wir etwas mit Ville und seinen Leuten herum. Nach ein paar Minuten löste sich das kleine Grüppchen auf und nach 15 Minuten saßen nur noch wir 5 Mädels in dem Raum. Ab und zu kam mal jemand herein, blieb aber nicht lange. Wir hatten also Zeit ein bisschen privates Zeug zu bequatschen. Wir kuschelten uns also alle Fünf gemütlich ein Sofa und laberten drauf los. Und wie kann es anders sein, wir begonnen mit dem Thema Jonne und Christus und was bei Niligün und mir da so läuft. Die Mädchen wollten unbedingt wissen was wir so lange bei den Boys „getrieben“ haben. Nilgün und ich grinsten uns nur an und sagten beide wie aus der Pistole geschossen: „Nix, was sollen wir mit ihnen gemacht haben? Wir haben ihnen nur dabei zugesehen, wie sie sich für die Show fertig machten. Aber was habt ihr eigentlich so lange gemacht?“ „Ach wir haben uns nur nett mit den anderen Jungs unterhalten. Die sind ja sooooo hammer geil. Besonders Aki, nicht wahr Funda?“, meinte Sabine mit einem Zwinkern in ihre Richtung und Sarah fügte noch hinzu: „Sie hat ja gar nicht mehr aufgehört ihn anzustarren und ihn auszufragen. Es hat mich gewundert, dass sie ihn nicht überrumpelt hat um ihn zu knuddeln.“ Wir fingen an zu grinsen, während sich Funda zu verteidigen versuchte: „So schlimm war das auch nicht, ich find ihn eben süß. Hach er ist ja so süüüß, AKI...“ Den Rest quiekte sie fröhlich vor sich hin und verstummte plötzlich als die Tür aufging und Lauri und Aki herein kamen. Als wir Fundas Gesichtsausdruck sahen fingen wir an laut los zu lachen und konnten uns kaum halten. Funda wurde wieder rot und lachte dann auch lauthals mit. Lauri sagte etwas zu Aki, was wir gerade so verstanden: „Los frag sie endlich, du feige Sau! Oder soll ich?“ Aki wurde plötzlich leicht rot und kam auf uns zu. Als er dann irgendwie schüchtern vor uns stehen blieb, sah er Funda an: „Sag mal willst du mitkommen? Wir haben noch Zeit bis zu unserem Auftritt. Ich dachte vielleicht kann ich dir ja mal zeigen wie man Schlagzeug spielt, wenn du möchtest. Ich schenk dir auch meine originalen Drummsticks und werfe sie nicht in die Menge.“ Funda war so perplex, dass sie nicht reden konnte und so übernahmen wir das reden für sie. „Funda, los geh mit, vielleicht zeigt er dir auch seinen persönlichen Drummstick!“, flüsterte Sarah. Lauri prustete los vor lachen und konnte sich kaum beherrschen, meinte dann aber mit einem fetten grinsen: „Mädels, wir sind keine perversen Rotzbengel. Tut mir leid euch enttäuschen zu müssen.“ Kaum ausgesprochen fing er wieder an zu lachen. Aki verdrehte nur grinsend die Augen und meinte dann zu uns, dass wir auch mitkommen könnten und wir auch einen Crash-Kurz im Schlagzeug oder z.B. Gitarre spielen bekommen könnten. Funda sprang lächelnd auf und quiekte: „Okay, ich bin dabei.“ Wir anderen sahen uns an und beschlossen, dass wir auch mitkommen und so begaben wir uns in einen kleinen isolierten Proberaum-Artigen Raum, damit wir die Show nicht stören. Dort waren alle Jungs von The Rasmus schon versammelt, als würden sie schon auf uns warten. Die Verteilung war einfach. Funda gesellte sich fröhlich, als wäre heut Ostern und Weihnachten zusammen, zu Aki und der Rest wollte E-Gitarre spielen. Und so ließen wir uns einige Zeit ins Rockleben einweisen.

Kapitel 11

Nach etwa einer halben Stunde betrat ein Crew-Mitglied den Raum und kündigte an, dass The Rasmus in fünf Minuten auftreten würden. Ich war zwar gerade sehr vertieft in die Noten und sehr konzentriert beim spielen, doch kaum hatte er dies ausgesprochen sprang ich auf und rannte zur Tür hinaus. Alle wunderten sich weshalb ich es so eilig hatte, bis meine vier Freundinnen nach wenigen Sekunden gleichzeitig nur folgenden Kommentar abgaben: „Christus hat wieder Zeit für sie!“ Funda sprach jedoch noch weiter: „Ich glaube es hat sie voll erwischt.“ Sie sprach den anderen förmlich aus der Seele und diese seufzten: „Oh ja!“ Und mit diesen Worten verließen sie alle den Raum und gingen zur Konzertbühne. The Rasmus wurden noch von den Mädchen begleitet, die sich dann später wieder ins Catering verkrümelten. Dort trafen sie auch wieder HIM an und Jay, Larry und Snack. Nilgün konnte es auch kaum erwarten Jonne wieder zu sehen und ihn wieder zu kuscheln und wollte die anderen gerade fragen wo er sei. Diese Frage brauchte sie jedoch nicht mehr zu stellen, denn in diesem Augenblick kamen er und Antti zur Tür herein. Nilgün strahlte übers ganze Gesicht und Jonne, der zwar ein bisschen erschöpft war, aber sich auch freute sie wieder zu sehen, lief auf sie zu und drückte sie ganz doll, so als wären sie die dicksten Freunde und hätten sich ewig nicht gesehen. Natürlich wurde dies wieder kommentiert: „Ich glaube nicht nur Christus und Peggy sind im Liebesrausch gelandet.“, meinte Sabine voll cool. „Wo sind die beiden eigentlich?“, fragte Sarah neugierig, sah Antti und Jonne an und sprach weiter, „Habt ihr sie gesehen?“ „Naja, Peggy kam vorhin wie eine bekloppte auf uns zugerannt und stolperte förmlich in Christus Arme, wobei er fast seine pinke Gitarre durch die Lüfte geschmissen hätte. Ist sie immer so wild wenn sie auf einen Jungen steht?“, fragte Jonne mit hochgezogener Augenbraue. Die Mädchen schüttelten nur mit dem Kopf und hoben gleichzeitig die Schultern. Sie wussten alle nicht so genau warum, aber sie konnten sich denken, dass Peggy einfach nur verliebt sei. „Naja, auf jeden Fall ist sie nicht die Einzigste die anscheinend verliebt ist. Christus ist auch ganz von den Socken und wollte sie noch etwas für sich alleine haben. Er fände Peggy einfach nur traumhaft, meinte er vorhin zu mir. Sie sind aber auch so süß zusammen.“, gab Jonne zu. Sie nickten alle zustimmend mit dem Kopf und beließen es letztendlich dabei. Sie setzen sich wieder hin und quatschten wieder über alles mögliche. Nilgün und Jonne waren nebenbei auch noch mit kuscheln beschäftigt und da sie auf seinem Schoß saß, ließe sich das auch ganz gut in die Tat umsetzen.

Kapitel 12

Währenddessen war Christus mit mir in einen weiteren Proberaum-Artigen Raum gegangen, der etwas kleiner war als der andere, wo The Rasmus uns etwas beibrachten. Ich nahm auf dem kleinen Sofa platz, dass in einer Ecke des Raumes stand, während Christus seine Gitarre abstellte, die er mitgenommen hatte. Ich sah ihm dabei zu, wie er, wie ein aufgescheuchtes Huhn, ein neues Shirt und Deo suchte und musste darüber etwas grinsen, weil er es auf eine hektische Weise tat, die sehr belustigend aussah. Als er gefunden hatte wonach er suchte, zog er sich sein Oberteil aus und sprühte sich mit Deo ein. Natürlich wendete ich meinen Blick nicht von ihm ab und schmachtete innerlich vor mich her. Er grinste mich an und kam mit dem neuen Shirt in der Hand zu mir rüber und nahm neben mir Platz. Bis zu diesem Zeitpunkt sagten wir beide kein Wort. „Frierst du nicht?“, fragte ich. „Nein, mir ist von dem Auftritt noch ganz warm. Außerdem bist du ja hier, falls mir kalt werden sollte.“, sagte er, während er mir zuzwinkerte. Ich grinste ihn frech an und sagte nichts dazu, sondern musterte ihn erst einmal genüsslich. Plötzlich zog er sich sein Shirt an und ich sah ihn schmollend an, doch er reagierte nicht. „Du hast dir vorhin also von The Rasmus zeigen lassen wie man E-Gitarre spielt? Willst du mit meiner weiter üben?“, fragte er lieb. „Klar gern!“, antwortete ich, „Ich kann aber nicht sonderlich gut spielen. Zeigst du mir nochmal wie´s richtig geht?“

Er stand auf, holte seine pinke Gitarre, die er allerdings ersteinmal neben das Sofa stellte. Er zog mich auf die Beine und ich fragte mich mal wieder was jetzt wohl kommen würde. Christus kam mir immer näher und es schien so als würde er mich wieder küssen wollen, doch der Schein trügt. Er ließ sich plötzlich auf das Sofa fallen und ließ mich los. Enttäuscht und voller Fragen blickte ich ihn an und er hatte nichts besseres zu tun als sich zu Recken und zu Strecken. In meinem Kopf schwirrten tausende von Fragen herum: „Irgendwie ist er komisch. Ob das nach jedem Gig so ist? Liegt es an mir? Hab ich irgendwas falsch gemacht? Sollte ich vielleicht besser geh...“. „Setz dich!“, unterbrach er mein Gedankenchaos und als ich mich gerade neben ihn setzen wollte, schlang er seine Arme um meinen Bauch und zog mich zu sich wieder auf seinen Schoß, „Nicht dahin. Da kann ich dir das nicht so gut beibringen.“ Also machte ich es mir erneut auf seinem Schoß bequem, verdrang meine nervigen Gedanken und war so nett und nahm schon einmal seine Gitarre. Er zeigte mir wie man sie richtig in den Händen hielt und wie man welche Noten spielt, eigentlich genau das gleiche, was mir The Rasmus schon gezeigt hatten.

Kapitel 13

Komm, wir spielen was zusammen. Sag mir eine Zahl zwischen eins und vierzehn.“, polterte er spontan drauf los. Ich entschied mich für die Zahl zwei. „Gut, dann spielen wir jetzt zusammen Frozen to lose it all, okay?“, beschloss er. Da dies sowieso eines meiner Lieblingslieder war, hatte ich nichts dagegen. Er legte meine Hände und Finger richtig behutsam auf die richtigen Stellen und seine legte er darauf. Ich konnte zwar nicht begreifen wie zwei Menschen mit einer Gitarre spielen konnten, aber sobald wir loslegten, war ich überrascht, dass es doch ganz gut klappte. Am Anfang war es ja noch relativ leicht, doch es wurde nach einiger Zeit immer anstrengender mich zu konzentrieren. Nach einer Weile fing ich an den Text zu Frozen to lose it all mitzusingen, der auf einem Notenzettel stand, was ich meiner Meinung besser hin bekam. Nach wenigen Minuten löste ich meine Hände und ließ ihn alleine spielen und konzentrierte mich anschließend nur noch aufs singen, um nicht herum zu krächzen, wie ich es zu Hause in der Badewanne immer tat. Nein, im Gegenteil, ich fand es klang sogar ganz schön und angenehm. Ich lehnte mich an ihn und genoss es sein Talent zu hören und seine Nähe zu spüren. Doch das war noch nicht genug. Ich spürte plötzlich wie er mir den Hals küsste, jedoch immernoch spielte. Ich fing an zu grinsen und unterbrach meinen Gesang indem ich ihn fasziniert anblickte. Er unterbrach auch und legte seine Gitarre auf den nahe stehenden Tisch, ohne seinen Blick von mir zu nehmen. Als er sich wieder zurück lehnte zog er mich mit und wir breiteten uns auf dem ganzen Sofa aus. Ich blickte ihm in seine umwerfenden Augen. Jetzt erst bemerkte ich, dass er phantastisch blaue Augen hatte, die mich nun endgültig in seinen Bann zogen. Er legte eine Hand auf meinen Rücken und mit der anderen streichte er mir durchs Haar, führte seine Finger über meine Wange zu meinen Lippen. Ich lächelte ihn an, nahm seine Hand in die Meine und küsste ihn zärtlich und sehr innig. Wieder vergaß ich alles um mich herum und genoss diesen Augenblick. Ich vergaß die anderen Mädchen, dass dies hier der VIP-Bereich eines Konzertes war und vor allem, dass Jukka ein Rockstar der Band Negative war.

Fortsetzung Folgt...




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